Gewerbe / Industrie

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Sterzing Firmengebäude Vorschau

Firmengebäude | Sterzing | Italien

Wärmeschutz und Klimadecke

Maschinenhalle mit Wohlfühlklima im Bürotrakt

Das Maschinenbau-Unternehmen Volgger hat sich in Sterzing einen neuen Firmensitz errichten lassen. Der Gebäudekomplex besteht aus einer eingeschossigen Produktionshalle mit großformatigen Thermowänden und einem zweigeschossigen Bürotrakt, der von Klimadecken temperiert wird. Für beide Gebäude wählte man eine rundum wärmebrückenfreie Konstruktion.

Die Fundamentplatten für die Produktionshalle wurden im Werk vorgefertigt und imprägniert. Sie ruhen auf Mikropfählen und sind sowohl an ihrer Unterseite als auch den Seiten gedämmt. Über diesem Fundament befindet sich die rund 2000 m² große Halle mit Industrieboden. Dabei handelt es sich um einen faserbewehrten und mechanisch geglätteten Betonboden mit einer Verschleißschicht aus Zement und Quarzsand sowie einem schmutzabweisenden Oberflächenfinish.

Die Gebäudehülle besteht aus Green Code Thermowänden: Zwei vorgefertigte Stahlbetonschalen mit innenliegender Dämmschicht werden mit Ortbeton zu einem monolithischen Bauteil vergossen. Sie sind mit PIN-Wandträgern aus glasfaserverstärktem Kunststoff verbunden, die aufgrund ihrer geringen Wärmeleitfähigkeit eine wärmebrückenfreie Konstruktion ermöglichen. In Kombination mit hochwertigem Dämm-Material lässt sich damit selbst der Passivhausstandard übertreffen. Die auf dem Dach verlegte Dämmung vervollständigt den umfassenden Wärmeschutz der Halle.

An die Halle grenzt der Bürotrakt, der aus statischen und seismischen Gründen als eigenständiger Baukörper ausgeführt ist. Das Gebäude ist umfassend verglast und wird von Stahlpfeilern sowie den Doppelwänden des Treppenhauses getragen. Für ein behagliches Raumklima und einen effizienten Betrieb sorgen Klimadecken, die beide Geschosse je nach Bedarf heizen oder kühlen. Zudem ist die Decke im Obergeschoss durch ein Vordach erweitert, das im Sommer eine natürliche Verschattung erzielt. Isokörbe verankern diese Betonplatten im Betonkern der Klimadecke.

Bauelemente:
Green Code Thermowand: 3680 m²
Doppelwand: 1053 m²
Green Code Klimadecke: 270 m²
Vorgespannte Hohldecke: 926 m²
Fertigteildecke zweiachsig: 185 m²
Stützen + Träger

Fausto Santoni
39100 Bozen
Italien
faustosantoni@gmail.com

„Von grundlegender Bedeutung war die Zusammenarbeit mit dem Planungsteam der Firma Progress, das den Auftrag während der Bauphase vom Fundament bis zur Fertigstellung der Arbeiten betreute.“
(Fausto Santoni)

〉  Fotos: Jürgen Eheim, Brixen
Inzing Firmengebäude Vorschau

Firmengebäude | Inzing | Österreich

Fassade mit Charakter

Thermowände bilden diagonales Raster

Das Betriebsgebäude der Weber Holding Tirol gliedert sich durch den Materialfokus Beton harmonisch in das Industriegebiet ein. Zugleich hebt es sich mit seiner kreativen Fassadengestaltung von den restlichen Industriebauten ab. Das diagonale Betonraster ist ein absoluter Blickfang und trotz seiner komplexen Geometrie mit relativ geringem Aufwand aus Thermowänden konstruiert.

Die vorherrschende Betonoptik symbolisiert die Tätigkeit der Weber Holding als Anbieter von maßgeschneiderten Beton- Logistik-Lösungen. Neben Arbeitsplätzen sind in dem Gebäude auch Unterkünfte und ein Gastronomiebereich untergebracht. Bei der Gestaltung bestand die Herausforderung also darin, eine nutzungsneutrale aber ansprechende Optik zu schaffen. Dabei spielt die Betonfassade eine wichtige Rolle, die in diagonalem Raster den Gebäudekubus ummantelt. Ihre sandgestrahlte Betonoberfläche verleiht dem Betriebssitz Charakter und nimmt Bezug auf die umliegenden Felswände der Alpen.

Doppelwände mit verputztem Vollwärmeschutz bilden den Sockel des Gebäudes. Darüber kragt der Deckenrand zu allen Seiten rund 20 cm aus und trägt kerngedämmte Thermowände mit einer rautenförmigen Außenschale. Diese Außenschale ist teilweise verlängert, um das diagonale Fassadenraster auszubilden, das vor den Fenstern verläuft. Für diesen Effekt wurde die umlaufende Verglasung in die Kernbeton-Ebene der Thermowände zurückversetzt.

Die Obergeschosse sind in Skelettbauweise konstruiert: Ihre Verglasung umfasst das gesamte Gebäude, während direkt hinter den Fenstern in regelmäßigen Abständen Stützpfeiler im Raum verbaut sind. Für eine attraktive Außenansicht sind die Fenster vor diesen Pfeilern mit Blenden versehen. Diese Verblendung harmoniert wiederum mit den Jalousien, die hinter den Stürzen der Thermowand-Außenschale montiert sind. Der vorgehängte Weber Schriftzug ist direkt in der Ortbetonschicht der Thermowände verankert.

Das Projekt demonstriert, wie flexibel sich Betonfertigteile nach der Planung richten und dadurch auch Konstruktionen realisieren, die in Ortbeton nicht möglich sind. Die schnelle und kostengünstige Bauphase mit Fertigteilen wurde zudem durch den reibungslosen Dialog zwischen BIM-Planung und der strukturellen Ausführung unterstützt.

Bauelemente:
Green Code Thermowand: 1400 m²
Doppelwand: 100 m²

Baupuls GmbH + Co. KG
Architektur Baumanagement Sachverständige
6401 Inzing
Österreich
www.baupuls.at
Patrick Weber

„Als professioneller Anbieter für Projektentwicklung, Planung und Bauleitung legen wir großen Wert auf Funktionalität und kreative Architektur. Für die Weber Holding entwickelten wir ein innovatives Gebäudesystem, das Betonhohlwände zugleich als Tragstruktur und zur Fassadengestaltung nutzt und somit eine schnelle, kostengünstige Umsetzung ermöglicht. Die strukturelle Rationalität der Betonfertigteile schenkt dem Gebäude architektonische sowie materielle Klarheit. Dagegen bringen die schräg gestellten Betonteile an der Fassade Dynamik in die kubische und rigorose Gebäudegeometrie. Der freie, fensterreiche Grundriss gewährt jeder Nutzergruppe eine individuelle Gestaltung und lichtdurchflutete Räume.“
(Patrick Weber)

〉  Fotos: Jean-Stéphane Mus | Innfocus Photography

 

Ulm Firmengebäude Vorschau

Firmengebäude | Ulm

Abgerückter Anbau

Erweiterung mit eigenständigem Charakter

Das Grundstück befindet sich am Rande eines Ulmer Industriegebietes, an einem Osthang mit idyllischem Blick über die angrenzende Landschaft. Der hier bestehende Bürokomplex sollte nach Süden um ein neues Verwaltungsgebäude erweitert werden – eigenständig und dennoch mit dem Bestand verbunden.

Die gewählte Betonkonstruktion aus Fertigteilen verstärkt den monolithischen Charakter des Neubaus. Über dem vollständig verglasten Erdgeschoss sind die auskragenden Obergeschosse zu einem geschossübergreifenden Baukörper entwickelt, was ihnen eine schwebende Anmutung verleiht. Der Treppenraum mit Aufzug und die sanitären Anlagen bilden einen eigenständigen, vertikalen Baukörper, an den die Nutzungseinheiten anschließen. Nur ein Steg verbindet den abgerückten Anbau mit dem Bestandsgebäude. Dadurch konkurrieren die beiden Gebäude nicht in ihrer Gestaltung und Qualität. Zudem ließen sich so die Brandschutzanforderungen leichter erfüllen und der Neubau kann bei Bedarf auch eigenständig betrieben werden. In Zukunft ist der Nordflügel des Bestandsgebäudes durch einen vergleichbaren Anbau erweiterbar.

Das Gebäude wurde über die Anforderungen der EnEV hinaus konzipiert und entspricht dem KfW40-Standard. Die effektive Dämmung der Thermowände minimiert den Energie verlust durch die Gebäudehülle und eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung gewährleistet auch den hygienischen Luftwechsel besonders energieeffizient.

Der Neubau wird vom neu errichteten Parkplatz aus erschlossen. Über eine Freitreppe mit überdachtem Eingangsbereich erreicht man das Erdgeschoss, in dem sich das Foyer, ein großer Besprechungsraum mit Teeküche und die zugehörigen Sanitärbereiche befinden. Der Besprechungsraum kann mit einer Faltwand unterteilt werden und seine großzügige Verglasung mit Schiebetüren stellt den Bezug zur Landschaft und den angrenzenden Freianlagen her. Der Treppenraum führt in den beiden Obergeschossen durch einen Flur zu den Büroräumen des Neubaus und über einen Steg zum Bestandsgebäude.

Bauelemente:
Green Code Thermowand: 250 m²

Architekturbüro zwo P
Planungsgesellschaft mbH
89073 Ulm
www.zwo-p.de
Raphael Stohr | Erik Kretzinger

„Betonfertigteile ermöglichen uns Architekten, die Baukörper neben ihrer Struktur, Proportion und Farbe auch in ihrer Materialität zu differenzieren. Im Gegensatz zu Ortbeton-Konstruktionen können die Wände außen wie innen aus sichtbar belassenem Beton gebaut werden – die industrielle Fertigung der Wandelemente erzielt dafür eine angemessene Oberflächenqualität. Dabei bieten die kerngedämmten Fertigteilkonstruktionen sichere Detaillösungen für Bauwerksanschlüsse und Übergänge.“
(Erik Kretzinger)

〉  Fotos: Conné van d´Grachten, Ulm
Isny Firmengebäude Vorschau

Firmengebäude | Isny

Rationelle Elementierung

Gebäudehülle aus drei Grundelementen

Für die wachsende Arbeitsgemeinschaft der Marken Edelrid und Red Chili wurde das bestehende Betriebsgebäude in Isny durch einen Anbau erweitert, der zusätzliche Büroflächen, einen Testraum und einen Empfangsbereich mit Ausstellung zur Verfügung stellt. Für die Planung hat sich durch frühere Baumaßnahmen bereits ein Vertrauensverhältnis zwischen Edelrid und Pro-Bau entwickelt, die dem termingerechten und wirtschaftlichen Bauen einen hohen Stellenwert einräumen. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, kommen hier nur drei Grundtypen vorgefertigter Wandelemente zum Einsatz, die wiederholt in nahezu identischer Form und Konstruktion verbaut sind – als Gestaltungsmittel und um die Kosten zu senken.

Der dreigeschossige Anbau orientiert seine Geschosshöhen am Bestandsgebäude und ist teilweise unterkellert. Sein Treppenhaus verbindet die beiden Baukörper und grenzt an einen Testraum mit Kletterwand, der sich vom Untergeschoss bis unter das Dach erstreckt. Die Büroflächen sind offen angelegt: Um eine zentrale Mittelzone mit Teeküche, Sanitärräumen, Kopierer und Besprechungsräumen ist ein Ring aus Einzelbüros, offenen Bürobereichen und Ruheräumen arrangiert. Die LED-Beleuchtung im Gebäude wird von Bewegungs- und Lichtsensoren gesteuert und eine Lüftungsanlage sorgt für den hygienischen Luftwechsel.

Die Gebäudehülle besteht aus kerngedämmten Thermowänden und basiert auf nur drei unterschiedlichen Grundelementen. Jedes dieser Grundelemente ist vielfach verbaut, wobei sich die Duplikate lediglich durch ihre integrierte Gebäudetechnik und etagenspezifische Details unterscheiden. Einerseits vereinfacht das die Elementierung und senkt somit die Kosten. Andererseits erzeugt das Wechselspiel der Grundelemente mit seinen Wiederholungen und Brüchen eine spannende Fassade, die vollständig auf Kreuzfugen verzichtet. Dabei erzielen die schalungsglatt vorgefertigten Oberflächen ein ausgesprochen homogenes Erscheinungsbild.

Die Innenwände des Treppenhauses folgen demselben Prinzip – nur sind diese als Doppelwand ohne Kerndämmung ausgeführt. Durch das Verfüllen mit Ortbeton werden die Thermo- und Doppelwände miteinander verbunden und wirken statisch als monolithisches Bauteil.

Für die Büronutzung basiert das gesamte Gebäude auf einem einheitlichen Achsraster mit 2,5 Meter breiten Wandelementen und 1,25 Meter breiten Fensteröffnungen. Das kommt einer flexiblen Raumaufteilung und den gängigen Maßen im Trockenbau entgegen – wiederum im Sinne einer wirtschaftlichen Ausführung. Die Trennwände sind in Trockenbauweise errichtet und ermöglichen in Zukunft vergleichsweise einfach die Umstrukturierung der Räume. Raumhohe Fenster erzielen helle und angenehme Arbeitsplätze.

Bauelemente:
Green Code Thermowand: 870 m²

pro-bau gmbh
88239 Wangen-Schauwies
www.pro-bau.net
Marinus van Eldik | Architekt
Stefan Frizenschaf | Projektleiter

„Wir planten das Gebäude in enger Zusammenarbeit mit der SCHÖNER WOHNEN GRUPPE und der mutigen Geschäftsführung von Edelrid. Gewünscht war ein zentraler Hauptzugang zum Betriebsgelände, ein Verbindungsraum zum Bestand mit vierstöckigem Testraum und Arbeitsbereiche für Entwicklung, Vertrieb und Verwaltung. Auf der Suche nach einer Hülle für dieses Nutzungssystem entstand der Wunsch nach einem klaren Baukörper und einem zurückhaltend ehrlichen Baustoff. Die Wahl fiel auf Green Code Thermowände und Doppelwände von Concrete Rudolph – aufgrund ihres hohen Vorfertigungsgrades und der Möglichkeit, die technischen und gestalterischen Anforderungen zugleich mit einem Bauteil zu erfüllen. Wir danken allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit.“
(Marinus van Eldik)

〉  Fotos: Atelier Richie Müller, Lindenberg
Kempten Gewerbebau Vorschau

Gewerbebau | Kempten

Betonfertigteile im Denkmalschutz

Neuer Kopfbau für historische Fasshalle

 

Mitten in Kempten blieb das ehemalige  Brauhaus-Areal jahrelang ungenutzt. Jetzt wurde die denkmalgeschützte Fasshalle aufwendig saniert, ihre späteren Anbauten abgerissen und durch einen neuen Kopfbau ersetzt. FG Architektur entwickelte diese beiden Baukörper – alt und neu – unter ständiger Einbeziehung des Stadtbauamtes Kempten und des Landesamtes für Denkmalpflege. Heute harmoniert dort historische Architektur mit modernem Betonfertigteilbau.

Im Jahre 1924 entwarf der Architekt Leonhard Heydecker die Kemptener Fasshalle für das Allgäuer Brauhaus. Bis ins neue Jahrtausend wurden darin Holzfässer gereinigt und mit Bier befüllt. Doch nachdem der Braubetrieb dort 2004 eingestellt wurde, lag das Brauhaus-Areal im Herzen von Kempten jahrelang brach. Eine Tochter der Geiger- Unternehmensgruppe kaufte schließlich das Areal und führte später auch die Bauarbeiten größtenteils selbst aus. Das Brauhaus-Areal umfasste insgesamt sechs Baufelder. Schon zu Beginn der Planung war Baufeld 6 – die inzwischen denkmalgeschützte „Alte Fasshalle“ – das Sorgenkind des Gesamtprojekts.

Denn laut Baugenehmigung musste die originale Außenfassade und die Dachkonstruktion der Fasshalle erhalten bleiben, was die Kosten erheblich in die Höhe trieb. Zum Beispiel hat man die Holzbinder des Walmdaches aufgrund eines Schädlingsbefalls aufwendig ausgebaut, restauriert und wieder eingebaut. Neben der Sanierung sollte das historische Gebäude durch einen angemessenen neuen Kopfbau erweitert werden. Zur Finanzierung wurde der Gebäudekomplex vorab an drei große Gastronomiebetriebe verpachtet, die sich nach den Baumaßnahmen das Erdgeschoss der Halle und des Kopfbaus teilen sollten. Damit gingen wiederum terminliche Verpflichtungen einher.

Der Entwurf von FG Architektur schafft einen Kontrast zwischen der denkmalgeschützten Fasshalle und dem neuen Kopfbau: Die Fasshalle behält die originale Außenmauer mit ihren rundbogigen und kreisförmigen Fensteröffnungen. Auch das von Holzbindern getragene Walmdach wurde originalgetreu restauriert und durch Gauben ergänzt, um die Büroräume zu belichten.

Im Gegensatz dazu spricht der neue Kopfbau die Architektursprache des Bauhauses. Der Bauhausstil entstand wie die ursprüngliche Fasshalle um 1920 und entwickelte eine Formensprache, die dem industriellen Herstellungsprozess gerecht zu werden suchte: mit Fertigteilen. Durch diese moderne Ausführung schlägt der Kopfbau die gestalterische Brücke zu den umliegenden Neubauten. Zwischen den beiden unterschiedlichen Gebäuden verläuft die Grenze in Form einer rückversetzten Fuge in der Wand und dem Dach der Fasshalle.

Trotz der Gegensätze bewirken viele Gestaltungsmittel auch eine unverkennbare Kontinuität zwischen alt und neu: So greift der Kopfbau mit Kupfer, Bronze, Grau und Erdtönen die Farben der Fasshalle auf. Um dabei auch die Körnung des Putzes nachzubilden, wurde die Betonfassade zusätzlich sandgestrahlt. Die Gebäude sind durch eine einheitliche Firsthöhe verbunden und auch die neuen Vordächer entsprechen in ihrer Lage und Proportion der historischen Traufausbildung. Die Fensterbänder des Kopfbaus sind eine zeitgemäße Interpretation der Rahmen im Bestand. Auf der Nord- und Südseite des Kopfbaus hebt sich der Schriftzug „Brauhöfe Kempten“ von der Betonoberfläche ab. Er markiert den historischen Bereich an seinem höchsten Punkt und unterstützt dadurch die Quartiersbildung des ehemaligen Brauhofs. Die Vorfertigung der Betonelemente machte diese Reliefs in hoher Qualität erst möglich.

Der viergeschossige Kopfbau ist von Grund auf aus Betonfertigteilen konstruiert, was die Bauphase und somit auch die Beeinträchtigung des Umfelds verkürzte. Kerngedämmte Thermowände bilden die Gebäudehülle und erzielen neben guten Dämmwerten auch die gewünschte Sichtbetonoptik – innen wie außen. Bei der liegenden Vorfertigung dieser Wände wurde eine Strukturmatrize mit dem Schriftzug „Brauhöfe Kempten“ auf der Schalungspalette fixiert, so dass sich dieser nach dem mehrfachen Verdichtungsprozess präzise als Relief in der Außenschale abformte.

Zudem wurden in die Thermowände der Westfassade durchgehende Acrylstäbe eingelegt, die eine natürliche Lichtquelle für das Treppenhaus generieren und einen Bezug zum Bierbrauen herstellen. Denn die blasenförmigen Öffnungen werden nach oben hin immer spärlicher und symbolisieren so die aufsteigende Kohlensäure im Bier.

Thermowände, Doppelwände und Elementdecken prägen mit ihren schalungsglatten Betonoberflächen auch die Ästhetik des Innenraums. Selbst die Treppen sind Betonfertigteile mit eingelassenen Fliesen. Die Kombination aus Sichtbetonoptik, Holz und Metall verleiht dem Gebäude ganz bewusst einen industriellen Charakter. Den zukünftigen Mietern ist es jedoch freigestellt, die Gestaltung ihrem Gewerbe oder Raumkonzept entsprechend zu verändern.

Bauelemente:
Green Code Thermowand: 650 m²
Elementdecke: 3650 m²

FG ARCHITEKTUR
Fischer & Gibbesch Architekten GbR
87527 Sonthofen
www.fg-architektur.de
Michael Gibbesch | Marcus Fischer

„Für den neuen Kopfbau wählten wir die Architektursprache des Bauhauses. Obwohl dieser Stil zur gleichen Zeit entstand wie die ursprüngliche Fasshalle, steht der Neubau im architektonischen Kontrast zum denkmalgeschützten Bestand. Farbtöne, Materialität und Textur wurden aus der Fasshalle übernommen und in einer modernen Sprache interpretiert. Die gemeinsame Höhe des Traufgesimses und des Firstes verknüpfen den Altbau mit dem Neubau, während eine Fuge in Wand und Dach den Übergang zwischen den Gebäuden markiert. Der vorherrschende Sichtbeton des Kopfbaus zieht sich auch durch das Innere des Gebäudes, um den industriellen Charakter zu erhalten.“
(Michael Gibbesch | Marcus Fischer)

〉  Fotos: Atelier Richie Müller, Lindenberg
Schruns Alpin Sport Zentrale Vorschau

Alpin Sport Zentrale | Schruns | Österreich

Produktive Raumakustik

Optimiert für Büros und Schulungsräume

 

Nahe des Schrunser Dorfkerns liegt in einem heterogen bebauten Umfeld das neue Gebäude der Alpin Sport Zentrale Montafon. Im Sinne der Nachhaltigkeit kommen innen und außen regionale Baumaterialien wie Bruchstein, Holz und Beton zum Einsatz, die dem Gebäude durch ihre sinnliche Qualität auch ein hohes Maß an Behaglichkeit verleihen. Akustik- Klimadecken von Green Code unterstützen diese Aspekte durch eine behagliche Raumtemperierung mit hoher Energieeffizienz und optimiertem Nachhall für die Nutzungskonzepte.

Im Erdgeschoss befindet sich der offene Empfangsbereich und ein großer Besprechungsraum mit schwellenloser Anbindung zum Silvretta Platz. Diese Lobby ist mit ihrer großen Empfangs- und Infotheke das Herzstück des Dienstleistungszentrums: Sie ist ein Ort der Begegnung und eignet sich aufgrund ihrer flexiblen Raumaufteilung auch für Medienevents und Bankette. Im rückwärtigen Teil des Erdgeschosses befinden sich die Büros der Administration sowie der Nebenzugang für das TV-Studio. Die Bürogeschosse werden zugunsten der Flexibilität nur durch drei aussteifende Kerne zoniert, die das Treppenhaus, den Aufzug und die Nasszellen beinhalten. Das minimiert die Erschließungsfläche und ermöglicht offene Kommunikationszonen für die Mitarbeiter. Besprechungsräume, Team- und Einzelbüros gruppieren sich um die zentrale Erschließung und sind flexibel abtrennbar.

Die wärmebrückenfreie Gebäudehülle ist von einer Fassade aus unregelmäßigem Bruchsteinmauerwerk umschlossen. Hierfür wurden Gneis und Granit handwerklich verarbeitet und Schicht auf Schicht kraftschlüssig in der dahinterliegenden Wand verankert. So steht das Gebäude im Kontext der handwerklichen Bautradition und der Bergwelt.

Alle großformatigen Fenster sind dreifach verglast, mit Eichenholz gerahmt und auch innenseitig durch ein umlaufendes Fensterbrett in massiver Eiche gefasst. Ihre Fensterstürze aus Sichtbeton verbergen dunkle Stoff-Markisen. Die Oberböden der öffentlichen Zonen bestehen aufgrund der hohen Belastung aus polygonal verlegten Natursteinplatten, während alle Büros und Besprechungsräume mit massiven Eichenholzdielen ausgestattet sind. In Verbindung mit raumhohen Eichenholzmöbeln erzeugen diese Böden dort eine nahezu wohnliche Arbeitsatmosphäre.

Die Räume werden effizient und behaglich mit Akustik-Klimadecken temperiert. Neben den Rohrregistern für den Heiz- und Kühlbetrieb sind in diese Decken oberflächenbündige Schallabsorber integriert. Sie reduzieren den Nachhall jedes einzelnen Raumes auf ein exakt berechnetes Maß, um die geplante Nutzung als Büro oder Schulungsraum zu optimieren. Denn die richtige Nachhallzeit ist ein wichtiger Faktor für die Verständlichkeit sowie ein produktives Lern- und Arbeitsklima.

Im Gegensatz zu nachträglichen Akustiklösungen beeinflussen die integrierten Schallabsorber weder die Heiz- und Kühlleistung noch das Raumkonzept. Für den erwünschten Gesamteindruck wurde hier die Deckenuntersicht mit schalldurchlässigem Green Code Akustikputz veredelt, der die Funktionalität der Schallabsorber erhält und mit dem Kalkputz der Wände harmoniert. Der Deckenuntersicht sieht man ihre akustische Wirksamkeit nun nicht mehr an.

Bauelemente:
Green Code Akustik-Klimadecke: 1070 m²

bernado bader architekten
6900 Bregenz/Österreich
www.bernadobader.com
Bernado Bader

„Städtebaulicher Leitgedanke für den Entwurf ist eine solitäre Baukörpersetzung, die im Zusammenspiel mit der umgebenden Bebauung einen neuen Platzraum umfasst und diesen harmonisch mit den bereits bestehenden Dorfplätzen verbindet. Das ‚Brechen‘ der Fassade in Teilflächen resultiert aus der Absicht, auf die vielseitigen Bedingungen des Ortes zu reagieren.“
(Bernado Bader)

〉  Fotos: Adolf Bereuter
Weiler-Simmerberg Bürogebäude Vorschau

Wohn- und Bürogebäude | Weiler-Simmerberg

Schicke Schallschlucker

Akustik-Klimadecke mit sichtbaren Absorbern

 

Am Ortsrand von Weiler-Simmerberg befindet sich das neue Betriebsgebäude der Firma Elektro Grundl, das vier unterschiedliche Nutzungsbereiche unter einem Dach vereint: Lager, Werkstatt, Verwaltung und Wohnen. Für ein angenehmes und produktives Arbeitsklima ist der Verwaltungsbereich mit Green Code Akustik-Klimadecken ausgestattet, die durch ihre sichtbaren Schallabsorber auch wesentlich zur Gestaltung beitragen.

 

Das Gebäude besteht aus zwei verbundenen, aber optisch differenzierten Baukörpern, die bereits von außen auf ihre Funktion schließen lassen: Lager und Werkstatt befinden sich in einem industriell anmutenden Kubus mit einer Fassade aus großformatigen Thermowand-Elementen.

Die Verwaltung ist dagegen im großzügig verglasten Erdgeschoss des zweiten Baukörpers angesiedelt. Darüber befindet sich der Wohnbereich, der die Sichtbetonoptik des industriellen Traktes aufgreift und sie durch einen Balkon mit Glasbrüstung sowie raumhohe Fenster mit dem einladenden Charakter des Erdgeschosses verknüpft. Dieses Obergeschoss kragt zu allen Seiten aus und bildet ein Vordach für den Eingangsbereich. Im Bereich der Auskragungen ist eine Dämmschicht in die vorgefertigten Decken integriert, um auf einen äußeren Wärmeschutz zu verzichten und somit eine Untersicht in Sichtbetonoptik zu ermöglichen. Über der Glasfassade des Erdgeschosses wird diese Konstruktion von innenliegenden Stahlbetonstützen getragen.

Der Verwaltungsbereich wird von einer Green Code Akustik- Klimadecke temperiert. In den dicht möblierten Büroräumen steht der Decke zum Heizen und Kühlen eine erheblich größere unverstellte Fläche zur Verfügung als einer Fußbodenheizung.

Zudem liegen ihre wasserführenden Rohrregister näher an der Oberfläche. Deshalb kommt sie mit geringeren Vorlauftemperaturen aus und ermöglicht den effizienteren Betrieb von Wärmepumpen. Hinzu kommt, dass die Klimadecke durch ihre Lage fast ausschließlich über den Austausch von Wärmestrahlung heizt und kühlt. Dieser Strahlungsaustausch temperiert direkt alle Oberflächen im Raum und erzeugt ein rundum behagliches Raumklima, ohne dabei Luft umzuwälzen: Im Heizbetrieb wird kaum Staub aufgewirbelt, der Kühlbetrieb verursacht keine kalte Zugluft und beim Luftwechsel geht weniger Energie verloren.

In die Akustik-Klimadecken sind oberflächenbündig Schallabsorber aus Reapor integriert. Reapor ist ein versintertes Blähglasgranulat das gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut zur Akustik-Optimierung entwickelt wurde. Es ist rein mineralisch, nicht brennbar und absorbiert einen großen Anteil des eintreffenden Schalls. Somit ist das Material mit Brandschutzmaßnahmen kompatibel. Vor allem aber schränken die integrierten Absorber die Heiz- und Kühlfunktion der Klimadecke nicht ein, wie das bei einer Konstruktion mit abgehängten Akustiksegeln der Fall wäre. Die Akustikdecke kann optional mit schalldurchlässigem Green Code Akustik-Putz veredelt werden, um eine homogene Deckenuntersicht zu erzielen. Doch hier ist das gliedernde Raster aus Reaporkörpern bewusst zur Gestaltung sichtbar belassen.

Die Akustikdecken kompensieren die schallharten Betonoberflächen und optimieren so die Nachhallzeit für die Büronutzung auf einen exakt berechneten Idealwert. Denn laut einer Studie des Fraunhofer-Instituts ist ungeeignete Akustik am Arbeitsplatz ein wesentlicher Stressfaktor und erhöht bei Dauerbelastung das Krankheitsrisiko. Zum einen steigern lange Nachhallzeiten den Lärmpegel und zum anderen werden Stimmen schwer verständlich, wodurch das Zuhören permanent eine hohe Konzentration verlangt. Eine optimierte Akustik schafft also ein produktiveres und gesünderes Arbeitsklima, was sich langfristig auch für den Arbeitgeber auszahlt.

Bauelemente:
Green Code Thermowand: 1.200 m²
Green Code Akustik-Klimadecke: 280 m²
Elementdecke: 900 m²
Doppelwand: 200 m²

 

bertram & sutter Architekten GmbH
82152 Krailing
www.cremedesign.de
Andreas Sutter

„Der Bauherr wünschte ein Gewerbegebäude mit einer klaren, zeitgemäßen Architektursprache. Ausschlaggebend für die Konstruktion in Halbfertigbetonbauweise war die gestalterische Qualität der Sichtbetonelemente, der hohe Vorfertigungsgrad in der Produktion sowie die kurze Bauzeit auf der Baustelle. Die Decke im Verwaltungsbereich ist als Green Code Akustik-Klimadecke mit integrierter Heizung, Kühlung, Lüftung und sichtbaren Schallabsorbern ausgeführt. Das ermöglicht eine optisch anspruchsvolle Sichtbetondecke mit allen technischen Erfordernissen – ohne zusätzliche abgehängte Deckenkonstruktionen oder Akustikmaßnahmen.“
(Andreas Sutter

〉  Fotos: Atelier Richie Müller, Lindenberg
Weiherhammer Bürogebäude Vorschau

Bürogebäude | Weiherhammer

Büros mit Seeblick

Neues Firmengebäude mit Dachterrasse

 

Der neue Firmensitz der GKS GmbH ist mit traumhafter Aussicht in den Hang zum Weiher gebaut: Zur Hauptstraße hin verläuft das Kellergeschoss unterirdisch und beinhaltet dort Sanitärräume, die durch ihre geschossübergreifende Nutzung zur Maximierung der Büroflächen beitragen. Zum Weiher hin öffnet sich das Kellergeschoss durch die Topographie des Hanges. Das ermöglicht auch dort ein natürlich belichtetes Großraumbüro wie im Erdgeschoss und im Obergeschoss.

Während der Vorplanung wurde dem Gebäude ein Aufenthaltsbereich in Form einer großen Dachterrasse hinzugefügt. Ein Bereich dieses Flach daches ist mit BPC-Dielen belegt und zum Teil überdacht. Der andere Bereich ist mit Moos begrünt – in der Horizontalen als Bodenbelag und in der Vertikalen als Verkleidung der Attika. Diese  Moosmatten bestehen vollständig aus recycelbarem Material und reinigen die Luft, indem sie den Feinstaub verarbeiten. Nebenbei bindet jeder Quadratmeter Moos ca. 35 Kilogramm CO2  im Jahr. Es ist also nicht nur schön, sondern auch ökologisch wertvoll und muss dafür nicht einmal bewässert werden. Die beiden unterschiedlichen Bereiche der Dachterrasse sind durch Gabionen getrennt, die durch Holzauflagen zugleich eine Sitzgelegenheit schaffen.

Für den gewünschten Stil und eine möglichst kurze Bauzeit wählte man einen Betonfertigteilbau mit Green Code Thermo wänden: Diese realisieren in hoher Betonqualität eine Lochfassade mit großzügigen, zweigeteilten Fensterelementen. Darüber hinaus erzielen die vielen Betonflächen mit teilweise sichtbaren Installationen und Stahlkonstruktionen bewusst einen industriellen Look.

Bauelemente:
Green Code Thermowand: 540 m²

Architekturbüro Alexander Robl
92637 Weiden
www.pe-a.de
Alexander Robl
Helmut Robl | Michael Vogel

„Die Green Code Thermowände ermöglichen es, eine sehr hohe Betonqualität zu gewährleisten. Zusätzlich kann durch die Fertigteile der Bauablauf vereinfacht und beschleunigt werden, auch wenn im Vorfeld der Planungsaufwand etwas höher liegt.“
(Michael Vogl)

〉  Alle Fotos: bildraum|west
Firmengebäude TopHaus Vorschaubild

Firmengebäude | Bozen | Italien

Baustoffhandel baut für sich

Gesundes Raumklima mit optimierter Akustik

 

Der neue Sitz der Tophaus AG beinhaltet einen Fachmarkt sowie eine Verwaltungsetage, während die angrenzende Lagerhalle als Großmarkt für Baumaterialien genutzt wird. Die Gebäude wurden fast ausschließlich aus Betonfertigteilen errichtet und es wurde großer Wert auf Nachhaltigkeit gelegt – mit hoher Energieeffizienz und produktiven Arbeitsplätzen durch gesundes Raumklima.

Fachmarkt und Verwaltung
Der Fachmarkt erstreckt sich über das gesamte Erdgeschoss. Eine zentrale Deckenöffnung belichtet den Raum natürlich über die beiden Lichthöfe im Obergeschoss und stellt einen optischen Kontakt zur Verwaltung her. Das Obergeschoss für die Büronutzung ist weitestgehend verglast und erhält durch außenliegende, feststehende Lamellen einen guten Sonnenschutz. Zwei Innenhöfe belichten zusätzlich das Gebäudeinnere und schaffen eine angenehme Atmosphäre.

Das Gebäude ist ein Stahlbetonbau mit innenliegenden Stützen und einer tragenden Außenhülle aus kerngedämmten Thermowänden. Aufgrund des hohen ­Grundwasserspiegels ist das Untergeschoss mit Fertigteilwänden als Weiße Wanne ausgeführt. Klimadecken heizen und kühlen die Räume nahezu konvektionslos über Wärmestrahlung. Sie erzeugen ein behagliches Raumklima mit minimaler Staubaufwirbelung und ohne Zugerscheinungen, wie sie bei konvektiven Heiz- und Kühlsystemen auftreten. Wärme und Kälte werden über eine Wärmepumpe bereitgestellt.

Im Gebäude kommen zwei unterschiedliche Klimadecken zum Einsatz: Zum einen Green Code Akustik-Klimadecken – Beton­elemente mit integrierten Rohrregistern und Schallabsorbern aus Reapor. Zum anderen Green Code Klimatop – Trockenbau Heiz- und Kühldecken, die hier mit Akustikplatten beplankt sind. Beide Systeme optimieren die Nachhallzeiten der Räume und schaffen so eine angenehme Raumakustik sowie ein produktives Arbeitsklima.

Das Heizen und Kühlen mit Klimadecken ist besonders energieeffizient und wirtschaftlich. Im Heizbetrieb erwärmen sie durch ihren hohen Anteil an Wärmestrahlung vor allem die Oberflächen. Deshalb ist der Raum bereits bei geringerer Lufttemperatur behaglich und das reduziert den Energieverbrauch erheblich.
Im Kühlbetrieb wird das Prinzip umgekehrt und Wärmestrahlung aus dem Raum über die Decke abgeführt. Das Sparpotenzial beim Kühlen ist sogar noch größer als beim Heizen. Darüber hinaus minimiert eine kontrollierte Lüftung den Energieverlust beim Luftwechsel und eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des benachbarten Baustofflagers liefert elektrische Energie für den Eigenbedarf. Alles in allem erfüllt das Gebäude so die Anforderungen der KlimaHaus-Klasse B.

Baustofflager
Das Baustofflager ist ein offener Raum, der durch Oberlichter im Flachdach natürlich belichtet wird. Südseitig ist ein Baukörper in Leichtbauweise unter dem Dach eingestellt, der als Trockenlager dient. Nordseitig wird das Lager zum Immissionsschutz von einer Betonwand abgeschlossen, deren Sichtbetonoberfläche bei der Vorfertigung mit Matrizen strukturiert wurde. Man wollte entlang der meistbefahrenen Straße Südtirols eine markante, aber in ihrer Form sehr einfache Fassade, die das Unternehmen repräsentiert.

GC Logo

Bauelemente:
Green Code Thermowand: 1200 m²
Doppelwand: 3200 m²
Green Code Akustik-Klimadecke: 800 m²
Green Code Klimatop-Decke: 800 m²
Fertigteildecke: 1800 m²
Fertigteildecke zweiachsig: 1200 m²

Christian Rübbert

Christian Rübbert Architekt
39100 Bozen
Südtirol | Italien
www.christianruebbert.com

»Der Sitz der TopHaus AG, einer regionalen Baustoffhandel- und Baumarktkette, wurde nahezu komplett aus Betonfertigteilen errichtet. Hierbei kamen kerngedämmte Thermowände, Green Code Klimadecken mit integrierter Deckenheizung/-kühlung und Schallabsorbern, Fertigteilstützen und -treppen sowie Fertigteile mit matrizengestalteten Oberflächen zum Einsatz.

Aus der systemimmanenten Rationalität der Betonfertigteile heraus entwickelt der neue TopHaus-Sitz strukturelle und räumliche Klarheit und materielle Reduktion und Robustheit im Ausdruck. Die Identität des Unternehmens als professioneller Anbieter von Baustoffen und Profiwerkzeugen sowie als zuverlässiger Partner der Südtiroler Bauwirtschaft wird so durch die Architektur und das Material 1:1 widergespiegelt.«
(Christian Rübbert)

〉  Fotos: Jürgen Eheim, Brixen
Eppan Golfclub Hotel Vorschaubild

Golfclub und Hotel | Eppan | Italien

Farbe und Struktur

Fassadengestaltung mit Matrizen

 

Der Golf & Country Club in Eppan ist mehr als ein Vereinsheim für ­Golfer: Er ist ein Gästehaus, eine Weinbar, ein Restaurant, ein Sport- und Wellness-Zentrum. Und er ist das erste Golfhotel Südtirols in Fertigbauweise, das den KlimaHaus-Standard A realisiert.

Das Objekt fügt sich mit seiner modernen Architektur und traditionellen Materialien gut in die Talsohle des Etschtales ein. Green Code ­Thermowände bilden die Gebäudehülle. Ihre Betonschalen wurden bei der Vorfertigung eigens durchgefärbt, um einen Bezug zu den Porphyrfelsen der Umgebung herzustellen. Der Eindruck von Naturfelsen wird durch eine spezielle Oberflächentextur noch verstärkt. Diese entsteht bei der liegenden Produktion auf Matrizen: Durch ein mehrstufiges Verdichtungsverfahren beim Schalungsprozess formt sich die gewünschte Struktur präzise in der Betonoberfläche ab.

Im Inneren ist alles auf ein entspanntes Ambiente ausgerichtet: Die Innenausstattung ist eine Kombination aus warm eingefärbtem Sichtbeton, Holzböden und hölzernen Designermöbeln. Green Code Klimadecken heizen und kühlen die Räume nahezu konvektionslos über Wärmestrahlung. Sie erzeugen ein behagliches, gesundes Raumklima mit minimaler Staubaufwirbelung und ohne Zugerscheinungen, wie sie bei konvektiven Heiz- und Kühlsystemen auftreten. Darüber hinaus ist die Raumtemperierung über die große Deckenfläche äußerst energieeffizient. Durch das Zusammenspiel der Klimadecke mit den guten Dämmwerten der Green Code Thermo­wände realisiert das Gebäude den KlimaHaus-A-Standard, was ihm einen Heizenergiebedarf unter 30 kWh pro Quadratmeter Wohnfläche im Jahr bescheinigt.

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Bauelemente:
Green Code Thermowand: 1800 m²
Doppelwand: 3500 m²
Green Code Klimadecke: 600 m²
Fertigteildecke: 1300 m²
Fertigteildecke zweiachsig: 1800 m²

Fabio Rossa
39100 Bozen
Italien

„Das Landschaftsbild, in das der Bau eingebettet werden sollte, hat zu der Entscheidung geführt, hauptsächlich zwei Materialien zu verwenden: Beton und Glas. Die Farbgebung der Betonfassade korrespondiert mit den Felswänden im Hintergrund des Bauwerks. Glasgeländer sowie Fenster und Türen aus anthrazitfarbenem Aluminium vervollständigen das Gesamtbild der Fassaden. An den beiden Längsseiten des Erdgeschosses akzentuieren vorstehende Elemente die Zugänge zur Struktur und fassen sie perspektivisch in einen Rahmen.“
(Fabio Rossa)

〉  Fotos: Jürgen Eheim, Brixen
Firmengebäude Maintech Vorschaubild

Firmengebäude | Höchberg

Nachhaltig bis ins Detail

Klimadecken, Erdwärme und Photovoltaik

 

Das Gebäude präsentiert sich als präzise geschnittener Sichtbetonkubus und symbolisiert mit seiner Klarheit und Präzision zugleich die Arbeitshaltung des jungen Software-Unternehmens. Es wurde großer Wert auf nachhaltige Bauelemente sowie technische Komponenten gelegt, die eine hohe Energieeffizienz ermöglichen und ein behagliches Raumklima schaffen.

Der Eingang des Gebäudes ist leicht zurückgesetzt und führt in das zentrale Atrium mit offenen Besprechungsbereichen und Zonen für informelle Gespräche. Von dort aus sind alle Räume gut erreichbar.
Durch die unterzugslose Konstruktion der Decken entstehen optisch ruhige Räume. Der Charakter der „High-Tech-Werkstatt“ wird durch die Material­wahl betont: Glatte Sichtbetonflächen und hölzerne Pfosten-Riegel-Fassaden prägen das Bild. Thermowände mit integrierter Dämmung bilden die Außenhülle des Gebäudes. Ihre Oberflächen wurden zu Sichtbeton veredelt und das Fugenbild ist auf die Gebäudezonierung abgestimmt.

Nachhaltige Komponenten
Frische Luft erhält das Gebäude über vier Lüftungsgeräte mit Wärmerückgewinnung, von denen zwei mit einem Erdwärmetauscher kombiniert sind. Die Warmwasserbereitung erfolgt dezentral über elektrisch beheizte Durchlauferhitzer. Und auf dem Flachdach ist die Installation einer Photovoltaikanlage vorbereitet.

Die Temperierung der Büroräume erfolgt über 28 cm starke Green Code Klimadecken. Rohr­register zum Heizen und Kühlen sind oberflächennah in der gesamten Decke verlegt und aktivieren somit die größte Fläche im Raum, die weder verstellt, noch durch einen Fußbodenbelag gedämmt ist. Die Belegungsdichte ist durchgängig hoch und wurde In Räumen mit verstärktem Kühlbedarf durch Sonneneinstrahlung sogar noch verbessert. Aufgrund dieser Faktoren genügen für den effektiven Betrieb bereits geringe Übertemperaturen, so dass die Rohrleitungen per Wärmebild nicht mehr ortbar sind. Das macht die Klimadecke besonders effizient in Kombination mit einer Wärmepumpe und regenerativer Energiegewinnung.

Diese Kombination ist hier noch um eine Komponente erweitert: Die Sole-Wasser-Wärmepumpe zur Versorgung der Klimadecken speist sich aus ­einer Tiefenbohrung, die im Sommer kaltes Wasser für den Kühlbetrieb und im Winter relativ warmes Wasser zum Heizen zur Verfügung stellt.

Die Kühlung der Räume ist für das Softwareunternehmen besonders wichtig, denn Computer produzieren viel Abwärme, die im Sommer zusätzlich abgeführt werden muss. Dabei macht sich die Tiefenbohrung bezahlt: Das Wasser ist bereits so kalt, dass zur Kühlung nur die Energiekosten für den Betrieb der Umwälzpumpen anfallen.

Die Firma Maintech nutzt die gleichmäßige Temperierung der Klimadecken und die Pufferwirkung der Betonmasse, um die Temperatur das ganze Jahr über konstant zu halten. Den hauseigenen Messwerten zufolge schwankt die Temperatur über den gesamten Sommer oder Winter um maximal 1 °C. Dabei liegt die Raumtemperatur im Sommer sogar etwas niedriger als im Winter, um die direkte Sonneneinstrahlung auszugleichen. Eine Einzelraumregelung ist für die Nutzung des Gebäudes nicht erforderlich. Die exakte Berechnung und Justierung der hydraulischen Druckverhältnisse in den einzelnen Kreisläufen gewährleistet eine gleichmäßige Temperaturverteilung.

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Bauelemente:
Green Code Thermowand: 560 m²
41,5 cm stark | U-Wert: 0,23
Doppelwand: 150 m²
Green Code Klimadecke: 960 m²

Atelier Fischer Architekten GmbH

Atelier Fischer Architekten GmbH
97076 Würzburg
www.atelier-fischer.com
Prof. Wolfgang Fischer
Benedikt Nagel

»Es war unsere Vorstellung, für die Bauherren eine kreative und konzentrierte Arbeitsumgebung zu schaffen. Räumlich spiegelt sich dieser Gedanke in einem zentral organisierten Grundriss. Die Mitte des Hauses ist der Treffpunkt für Mitarbeiter und Kunden. Das Atrium ist gegliedert in einen zentralen Raum mit Treppe und Luftraum sowie einen zweigeschossigen grünen Innenhof. Die ruhigeren Raumzonen mit Büros und Werkstätten gruppieren sich um diese Mitte. Das bestimmende Material ist Sicht­beton, ergänzt durch einen heißgeölten Eichenboden. Flexible Trockenbauwände lassen dem Nutzer Freiraum für Veränderungen.«
(Prof. Wolfgang Fischer und Benedikt Nagel)

〉  Fotos: Dieter Leistner, Würzburg
New Golf House Neu-Ulm Vorschaubild

New Golf House | Neu-Ulm

Konzentration aufs Wesentliche

Betonfertigteile reduzieren die Bauzeit auf neun Monate

 

Das neue Clubhaus des New Golf Club Neu-Ulm ersetzt das in die Jahre gekommene alte Vereinsgebäude. Mit seiner geradlinigen Silhouette und der reduzierten Hülle aus Sichtbeton bildet der Neubau eine Art neutrale Leinwand für die davorliegende Driving Range. Vor dem mattgrauen Hintergrund können sich die Spieler ganz auf den nächsten Schlag fokussieren.

Beton und Glas geben der Außenhülle ihr ruhiges, puristisches Aussehen. Faszinierend ist die unterschiedliche Wirkung der Sichtbetonfassade: Je nach Lichteinfall erscheint sie weich oder hart, kühl und geschlossen oder warm und einladend. Im Innenraum erzeugen Holzfuß­böden und Holz­einbauten sowie Polster- und Ledermöbel eine warme Atmosphäre. Einen farbigen Akzent setzt die Empfangs­theke mit blau lackierter Oberfläche. Im gesamten Clubhaus finden sich immer wieder Aufenthalts- und Rückzugsbereiche, die zum Verweilen, Ausruhen und Plaudern oder auch zum Zuschauen beim Golfbetrieb einladen.

Integrale Planung und kurze Bauzeit
Das neue Clubhaus erfreut sich bereits großer Beliebtheit und hat regen Zulauf. Damit die Eröffnung Ende Juni termingerecht stattfinden konnte, musste ein straffer Zeitplan eingehalten werden. Die extrem kurze Bauzeit von lediglich neun Monaten (Oktober 2016 bis Juni 2017) war nur unter Verwendung vieler Betonfertigteile im Rohbau möglich. So kamen unter anderem kerngedämmte Green Code Thermo­wände, Doppelwände und Fertigteildecken zum Einsatz.

Ein integrales Planungskonzept machte es möglich, dass keinerlei Aufputz-Installationen zu sehen sind. Solch ein Konzept setzt voraus, dass sich Architekten und die beteiligten Fachplaner zu einem sehr frühen Zeitpunkt verständigen und kontinuierlich koordinieren. So konnten zum Beispiel die Elektro-, Zu- und Abwasserinstallationen bereits bei der Vorfertigung in den Wänden und Decken integriert werden.

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Bauelemente:
Green Code Thermowand: 845 m²
40 cm stark | U-Wert: 0,23
Doppelwand: 215 m²
Fertigteildecke: 315 m²

Adrian Hochstrasser

hochstrasser.architekten bda dwb
89073 Ulm
www.hochstrasser.com
Adrian Hochstrasser

»Das neue Clubhaus ist ein angemessener Ort mit einer Architektur, die das Golfspielen in den Mittelpunkt rückt – bei wirtschaftlicher Bauweise. Es gibt eine klare Trennung zwischen funktionalem Bereich und Aufenthaltsbereich. Dazwischen liegt eine Erschließungsfuge mit gelenktem Blick auf die Driving Range. Eigentlich ein Durchgang, der aber doch gleichzeitig Schutz- und Kommunikationsbereich ist. Das Clubhaus ist ein Haus, das den Golfsport einem breiteren Publikum zugänglich macht und ganzjähriges Spielen ermöglicht. Dies alles wurde mit schlankem Budget und in knapper Bauzeit umgesetzt. Die Green Code Thermowand und der hohe Vorfertigungsgrad haben dies perfekt ermöglicht.«
(Adrian Hochstrasser)

〉  Fotos: Conné van d´Grachten, Ulm
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Bürogebäude | Aichstetten

Die Evolution eines Entwurfs

Wenn der Bauherr Bauingenieur ist

 

Der ursprüngliche Entwurf sah ein Erdgeschoss mit Sichtbeton vor, auf dem das Obergeschoss in Holzrahmenbauweise errichtet wird. Zur Temperierung der Büroräume war eine Fußbodenheizung geplant. Im Verlauf der Ausführungsplanung, in die der Bauherr sein Fachwissen als Bauingenieur einbrachte, durchlief der Entwurf jedoch noch einige Veränderungen.

Statt der Holzrahmenbauweise entschied man sich für eine vollständige Ausführung beider Geschosse mit Betonfertigteilen, was den Bauablauf vereinfacht und die Bauzeit verkürzt. Bei der gemeinsamen Planung mit Concrete Rudolph wurde der Bauherr dann erstmals mit der Möglichkeit einer Klimadecke konfrontiert. Viel Überzeugungsarbeit war bei seinem Fachwissen nicht notwendig, denn die Vorteile sprechen für sich selbst: Heizung und Kühlung in einem System, die Möglichkeit der Akustik-Optimierung sowie minimale Konvektion und Staubaufwirbelung durch einen hohen Anteil an Wärmestrahlung. Auch das energetische Gesamtkonzept ist stimmig: Die große aktive Heizfläche und oberflächennahe Register ermöglichen niedrige Vorlauftemperaturen. Diese wiederum lassen eine Wärmepumpe in einem extrem wirtschaftlichen Bereich arbeiten. Durch den Einsatz der Akustik-Klimadecken konnte außerdem der Fußbodenaufbau reduziert werden. Der Nadelvlies-Teppich wurde direkt auf den geglätteten und gespachtelten Ortbeton verlegt.

Brüstung – Attika – Jalousiekasten
Die Brüstung der Dachterrasse wird durch eine nach oben verlängerte Außenschale der Thermowand gebildet – im Grunde wie eine hohe Attika. Eine verlängerte Außenschale nach unten verdeckt die elektrischen Jalousiekästen. So bleibt von außen nur der Blick auf eine ungestörte Fassadenfläche mit präzisem Fugenbild. An der Innenseite der Jalousiekästen halten hocheffektive Dämm-Materialien trotz geringer Schichtstärke den Dämmstandard. Eine von vielen ausgereiften Detaillösungen aus unserer Entwicklung, die standardisiert unter industriellen Produktionsbedingungen realisiert werden.

Auskragung mit Betonoptik
Die Betonfassade ist hydrophobiert und innen wie außen deckend gestrichen – ohne zusätzlichen Putz oder Spachtel. So bleiben Textur und  Charakter des Betons erhalten. Das Obergeschoss kragt zu zwei Seiten aus und erweckt durch die erhöhte Deckenstärke dieser Bereiche den Eindruck, dass die beiden Kuben ineinandergreifen. Der Farbkontrast der beiden Baukörper betont diese Verschränkung. In die Deckenelemente der Auskragung wurde die Dämmschicht bereits bei der Vorfertigung integriert. Das ermöglicht eine durchgängige Beton-Optik bis über die Untersicht der Auskragung.

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Bauelemente:
Green Code Thermowand: 186 m²
Doppelwand: 72 m²
Massivwand: 30 m²
Green Code Klimadecke: 94 m²
Green Code Akustik-Klimadecke: 27 m²
Green Code gedämmte Deckenplatte: 23 m²

Julian Häfele

Bau Info Zentrum BW
88410 Bad Wurzach
www.bau-iz.de
Julian Häfele

»Das Leistungsspektrum des Bau Info Zentrum BW umfasst Konzeption, Projektvorbereitung, Kostenmanagement und Projektleitung. Bei diesem Bauvorhaben oblag uns die Gesamtplanung eines Grundstücks mit Parkplätzen, einer eingeschossigen Lagerhalle und einem zweigeschossigen Bürogebäude mit rund 150 Quadratmetern Nutzfläche. Vorgabe des Bauherren für das Bürogebäude waren zwei ineinander verschränkte Kuben, die sich optisch voneinander abheben. Farblich abgesetzte Fassaden kontrastieren das Erdgeschoss mit dem auskragenden Obergeschoss und werden durch anthrazitfarbene Fenster ergänzt.«
(Julian Häfele)

〉  Fotos: Conné van d´Grachten, Ulm
Produktionshalle Schäfer Vorschaubild

Produktions- und Lagerhalle | Markdorf

Auffallend zurückhaltend

Ein prägnanter Akzent im Industriegebiet

 

860 m² Thermowand auf zwei Geschossen. Im Markdorfer Industriegebiet entstand eine Produktions- und Lagerhalle mit Büro, die in diesem Umfeld durch ihre konsequente Gestaltung und ihre wertige Erscheinung auffällt. Architekt und Bauherr schätzen die kurze, vierwöchige Bauzeit mit den vorgefertigten Thermowänden und die hochwertige Oberfläche der Bauteile. Die Außenfassade ist mit einer durchscheinenden Lasur versiegelt. Aber natürlich war auch die Kostenreduktion durch das Bündeln mehrerer Gewerke in unserer Produktionsanlage ein starkes Argument.

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Bauelemente:
Green Code Thermowand: 860 m²

Architekt Wolfgang Kohler

Architekturbüro Wolfgang Kohler
Freier Architekt
88069 Tettnang

»Bestechende Eleganz durch Klarheit in Form und Material.«
(Wolfgang Kohler)

〉  Fotos: F. Nonnenbroich
Produktionshalle Lechner Vorschaubild

Produktionshalle | Laas | Italien

Industriebau mit Charakter

Oberflächengestaltung durch Matrizen

 

Familie Lechner erzeugt Sauerkraut bereits in der dritten Generation. Ihre Verbundenheit mit dem Produkt bringt sie jetzt sogar an den Wänden ihrer neuen Produktionshalle zum Ausdruck: Die Struktur der Sichtbeton-Fassade ist dem Querschnitt eines Kohlkopfs nachempfunden.

Mit Matrizen lassen sich Beton-Fassaden besonders detailliert gestalten. Von der gewünschten Struktur wird ein Negativabdruck gefertigt, der sich beim Schalungsprozess in der Oberfläche abformt. Die besten Ergebnisse erzielt die liegende Fertigteil-Produktion: Mehrfache Verdichtung sichert eine hohe Oberflächengüte und selbst feinste Texturen formen sich präzise im Beton ab – vom stilisierten Kohlkopf bis zu Mustern, Fotogravuren und plastischen Bildern.

Durch den Einsatz von Matrizen lassen sich mit Beton auch andere Baustoffe nachbilden: Putz, Steinstrukturen, Mauerwerke mit vor- und zurückspringenden Elementen sowie Holztexturen sind nur einige Beispiele. Die Wirkung der Vorbilder wird eindrucksvoll eingefangen und kann mit Farbe weiter intensiviert werden. Auf diese Weise verbindet sich die Ästhetik dieser Materialien mit den Vorzügen der Thermowand und dem schnellen Bauablauf durch Fertigteile.

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Bauelemente:
Green Code Thermowand: 1.700 m² | 40 cm stark | U-Wert 0,26
Doppelwand : 350 m²

Architekten Marx Ladurner

Architekten Marx | Ladurner
39028 Schlanders (BZ)
Südtirol | Italien
www.marx-ladurner.com
Dr. arch. Elke Ladurner
Dr. arch. Stephan Marx

„Unser Entwurf schafft eine Beziehung zwischen dem Gebäude und dem Produkt, das darin verarbeitet wird: Wie bei der Krautproduktion der Krautkopf in Streifen geschnitten wird, so zerteilen Glasstreifen den Baukörper. Darüber hinaus inspirierte die Sauerkrautproduktion die Gestaltung der Sichtbeton-Fassade. Mit individuell gefertigten Strukturmatrizen wurde der Querschnitt eines Krautkopfes samt feinen Fasern auf den Außenwänden abgeformt. Dieses Motiv projiziert das Geschehen innerhalb der Produktionshalle nach außen und verbindet Funktion und Ästhetik.“
(Elke Ladurner)

〉  Fotos: Jürgen Eheim
Ehingen Volksbank Vorschaubild

Bürogebäude | Ehingen

Großflächige Akustik-Klimadecke

Geringe Aufbauhöhe – hohe Spannweite ohne Unterzüge

 

Um in den Büros der Ehinger Volksbank ein angenehmes und produktives Arbeitsklima zu erreichen, entschied man sich für die akustisch optimierte Klimadecke. Sie hält die Räume ganzjährig auf Wohnfühl-Temperatur und reduziert den Hall mit Reapor-Schallabsorbern.

Da die Decke ohne Unterzüge auskommen sollte, wurde sie mit zusätzlichen Querrippen stabilisiert. So erreicht sie unterstützungsfreie Spannweiten bis zu 7,5 Meter. Bei der Vorfertigung wurden Heiz- und Kühlregister, Dämmkörper, Lüftung, Elektrik und Schallabsorber in die Decke integriert. Trotzdem beträgt ihre  Gesamtstärke gerade einmal 35 cm. Eine Ortbeton-Konstruktion mit abgehängter  Decke hätte bei gleichem Funktionsumfang nahezu die doppelte Aufbauhöhe.

Eine Klimaanlage ist nicht nötig: Die Rohrregister heizen und kühlen je nach Bedarf. Sie sind in Zonen eingeteilt und jeder Raum ist separat regulierbar. Der oberflächennahe Einbau mit darüberliegender Dämmschicht sorgt dafür, dass die Wärme effizient nach unten in den Raum abgegeben wird. Der hohe Anteil an Strahlungswärme beheizt die Räume gleichmäßig und mit äußerst geringer Konvektion.

In die Deckenunterseite sind flächenbündig Reapor-Körper integriert, die einen genau berechneten Anteil des eintreffenden Schalls absorbieren. Das reduziert den Hall im Raum und schafft bessere Kommunikations- und Arbeitsbedingungen. Die Heiz- und Kühlleistung wird dadurch nicht beeinträchtigt. Um eine einheitlich weiße  Deckenoberfläche zu ermöglichen, wurde eigens ein schalldurchläs­siger Akustikspachtel entwickelt, der die Funktion der ­Reapor-Körper nicht beeinträchtigt.

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Bauelemente:
Green Code Thermowand: 430 m² | 40 cm stark | U-Wert 0,31 – 0,46
Green Code Klimadecke mit Akustikelementen: 2.100 m²
Doppelwand: 100 m²

Braunger Wörtz Architekten GmbH
89081 Ulm
www.bw-architekten.com
Marcus Wörtz | Berthold Braunger | Stefan Guter | Christian Schönleber
Steffen Moik | Florian Schorer | Wolfgang May | Natalie Otto | Julia Wirth
Dominik Eberhardt | Andrea Braunger | Petra Spegel | Karin Schmid | Simon Müller

„Das neue Gebäude akzentuiert den Stadteingang und setzt sich durch seine Abstaffelung maßstäblich und selbstbewusst in den Kontext zur Altstadt und  Bahntrasse. Das Außenraumkonzept verbindet die bestehenden Grünanlagen und führt sie bis ins innenliegende Atrium fort. Dieses Atrium und die großzügige  Verglasung vernetzen den Außen- mit dem Innenbereich und schaffen so helle Räume mit angenehmer Arbeitsatmosphäre. Wir haben uns für die Green Code Klima- und Akustikdecke entschieden, weil sie trotz integrierter Technik eine geringe Deckenstärke aufweist. Auf die intensive Planung mit Concrete Rudolph folgte eine kurze Ausführungsphase. Das Unternehmen war immer erreichbar und hat schnell auf Fragen und aufkommende Probleme reagiert.“
(Braunger Wörtz Architekten GmbH)

〉  Fotos: Peters Fotodesign, Amerang
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Firmengebäude | Gaimersheim

〉  Fotos: Rolf Heidenreich, Darmstadt