Gewerbe/Industrie – Gebäude für Mensch und Maschine

TopHaus Firmengebäude 1

TopHaus: Firmengebäude | Bozen | Italien

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Baustoffhandel baut für sich

Gesundes Raumklima mit optimierter Akustik

Der neue Sitz der Tophaus AG beinhaltet einen Fachmarkt sowie eine Verwaltungsetage, während die angrenzende Lagerhalle als Großmarkt für Baumaterialien genutzt wird. Die Gebäude wurden fast ausschließlich aus Betonfertigteilen errichtet und es wurde großer Wert auf Nachhaltigkeit gelegt – mit hoher Energieeffizienz und produktiven Arbeitsplätzen durch gesundes Raumklima.

Fachmarkt und Verwaltung
Der Fachmarkt erstreckt sich über das gesamte Erdgeschoss. Eine zentrale Deckenöffnung belichtet den Raum natürlich über die beiden Lichthöfe im Obergeschoss und stellt einen optischen Kontakt zur Verwaltung her. Das Obergeschoss für die Büronutzung ist weitestgehend verglast und erhält durch außenliegende, feststehende Lamellen einen guten Sonnenschutz. Zwei Innenhöfe belichten zusätzlich das Gebäudeinnere und schaffen eine angenehme Atmosphäre.

Das Gebäude ist ein Stahlbetonbau mit innenliegenden Stützen und einer tragenden Außenhülle aus kerngedämmten Thermowänden. Aufgrund des hohen ­Grundwasserspiegels ist das Untergeschoss mit Fertigteilwänden als Weiße Wanne ausgeführt. Klimadecken heizen und kühlen die Räume nahezu konvektionslos über Wärmestrahlung. Sie erzeugen ein behagliches Raumklima mit minimaler Staubaufwirbelung und ohne Zugerscheinungen, wie sie bei konvektiven Heiz- und Kühlsystemen auftreten. Wärme und Kälte werden über eine Wärmepumpe bereitgestellt.

Im Gebäude kommen zwei unterschiedliche Klimadecken zum Einsatz: Zum einen Green Code Akustik-Klimadecken – Beton­elemente mit integrierten Rohrregistern und Schallabsorbern aus Reapor. Zum anderen Green Code Klimatop – Trockenbau Heiz- und Kühldecken, die hier mit Akustikplatten beplankt sind. Beide Systeme optimieren die Nachhallzeiten der Räume und schaffen so eine angenehme Raumakustik sowie ein produktives Arbeitsklima.

Das Heizen und Kühlen mit Klimadecken ist besonders energieeffizient und wirtschaftlich. Im Heizbetrieb erwärmen sie durch ihren hohen Anteil an Wärmestrahlung vor allem die Oberflächen. Deshalb ist der Raum bereits bei geringerer Lufttemperatur behaglich und das reduziert den Energieverbrauch erheblich.
Im Kühlbetrieb wird das Prinzip umgekehrt und Wärmestrahlung aus dem Raum über die Decke abgeführt. Das Sparpotenzial beim Kühlen ist sogar noch größer als beim Heizen. Darüber hinaus minimiert eine kontrollierte Lüftung den Energieverlust beim Luftwechsel und eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des benachbarten Baustofflagers liefert elektrische Energie für den Eigenbedarf. Alles in allem erfüllt das Gebäude so die Anforderungen der KlimaHaus-Klasse B.

Baustofflager
Das Baustofflager ist ein offener Raum, der durch Oberlichter im Flachdach natürlich belichtet wird. Südseitig ist ein Baukörper in Leichtbauweise unter dem Dach eingestellt, der als Trockenlager dient. Nordseitig wird das Lager zum Immissionsschutz von einer Betonwand abgeschlossen, deren Sichtbetonoberfläche bei der Vorfertigung mit Matrizen strukturiert wurde. Man wollte entlang der meistbefahrenen Straße Südtirols eine markante, aber in ihrer Form sehr einfache Fassade, die das Unternehmen repräsentiert.

GC Logo

Bauelemente:
Green Code Thermowand: 1200 m²

Doppelwand: 3200 m²
Green Code Akustik-Klimadecke: 800 m²
Green Code Klimatop-Decke: 800 m²
Fertigteildecke: 1800 m²
Fertigteildecke zweiachsig: 1200 m²

Christian Rübbert

Christian Rübbert Architekt
39100 Bozen
Südtirol | Italien

www.christianruebbert.com

»Der Sitz der TopHaus AG, einer regionalen Baustoffhandel- und Baumarktkette, wurde nahezu komplett aus Betonfertigteilen errichtet. Hierbei kamen kerngedämmte Thermowände, Green Code Klimadecken mit integrierter Deckenheizung/-kühlung und Schallabsorbern, Fertigteilstützen und -treppen sowie Fertigteile mit matrizengestalteten Oberflächen zum Einsatz.

Aus der systemimmanenten Rationalität der Betonfertigteile heraus entwickelt der neue TopHaus-Sitz strukturelle und räumliche Klarheit und materielle Reduktion und Robustheit im Ausdruck. Die Identität des Unternehmens als professioneller Anbieter von Baustoffen und Profiwerkzeugen sowie als zuverlässiger Partner der Südtiroler Bauwirtschaft wird so durch die Architektur und das Material 1:1 widergespiegelt.«
(Christian Rübbert)

〉  Fotos: Jürgen Eheim, Brixen
Golfclub Hotel Eppan 1

Golfclub und Hotel | Eppan | Italien

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Farbe und Struktur

Fassadengestaltung mit Matrizen

Der Golf & Country Club in Eppan ist mehr als ein Vereinsheim für ­Golfer: Er ist ein Gästehaus, eine Weinbar, ein Restaurant, ein Sport- und Wellness-Zentrum. Und er ist das erste Golfhotel Südtirols in Fertigbauweise, das den KlimaHaus-Standard A realisiert.

Das Objekt fügt sich mit seiner modernen Architektur und traditionellen Materialien gut in die Talsohle des Etschtales ein. Green Code ­Thermowände bilden die Gebäudehülle. Ihre Betonschalen wurden bei der Vorfertigung eigens durchgefärbt, um einen Bezug zu den Porphyrfelsen der Umgebung herzustellen. Der Eindruck von Naturfelsen wird durch eine spezielle Oberflächentextur noch verstärkt. Diese entsteht bei der liegenden Produktion auf Matrizen: Durch ein mehrstufiges Verdichtungsverfahren beim Schalungsprozess formt sich die gewünschte Struktur präzise in der Betonoberfläche ab.

Im Inneren ist alles auf ein entspanntes Ambiente ausgerichtet: Die Innenausstattung ist eine Kombination aus warm eingefärbtem Sichtbeton, Holzböden und hölzernen Designermöbeln. Green Code Klimadecken heizen und kühlen die Räume nahezu konvektionslos über Wärmestrahlung. Sie erzeugen ein behagliches, gesundes Raumklima mit minimaler Staubaufwirbelung und ohne Zugerscheinungen, wie sie bei konvektiven Heiz- und Kühlsystemen auftreten. Darüber hinaus ist die Raumtemperierung über die große Deckenfläche äußerst energieeffizient. Durch das Zusammenspiel der Klimadecke mit den guten Dämmwerten der Green Code Thermo­wände realisiert das Gebäude den KlimaHaus-A-Standard, was ihm einen Heizenergiebedarf unter 30 kWh pro Quadratmeter Wohnfläche im Jahr bescheinigt.

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Bauelemente:
Green Code Thermowand: 1800 m²
Doppelwand: 3500 m²
Green Code Klimadecke: 600 m²
Fertigteildecke: 1300 m²
Fertigteildecke zweiachsig: 1800 m²

Fabio Rossa
39100 Bozen
Italien

„Das Landschaftsbild, in das der Bau eingebettet werden sollte, hat zu der Entscheidung geführt, hauptsächlich zwei Materialien zu verwenden: Beton und Glas. Die Farbgebung der Betonfassade korrespondiert mit den Felswänden im Hintergrund des Bauwerks. Glasgeländer sowie Fenster und Türen aus anthrazitfarbenem Aluminium vervollständigen das Gesamtbild der Fassaden. An den beiden Längsseiten des Erdgeschosses akzentuieren vorstehende Elemente die Zugänge zur Struktur und fassen sie perspektivisch in einen Rahmen.“
(Fabio Rossa)

〉  Fotos: Jürgen Eheim, Brixen
Maintech Firmengebäude 1

Maintech: Firmengebäude | Höchberg

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Nachhaltig bis ins Detail

Klimadecken, Erdwärme und Photovoltaik

Das Gebäude präsentiert sich als präzise geschnittener Sichtbetonkubus und symbolisiert mit seiner Klarheit und Präzision zugleich die Arbeitshaltung des jungen Software-Unternehmens. Es wurde großer Wert auf nachhaltige Bauelemente sowie technische Komponenten gelegt, die eine hohe Energieeffizienz ermöglichen und ein behagliches Raumklima schaffen.

Der Eingang des Gebäudes ist leicht zurückgesetzt und führt in das zentrale Atrium mit offenen Besprechungsbereichen und Zonen für informelle Gespräche. Von dort aus sind alle Räume gut erreichbar.
Durch die unterzugslose Konstruktion der Decken entstehen optisch ruhige Räume. Der Charakter der „High-Tech-Werkstatt“ wird durch die Material­wahl betont: Glatte Sichtbetonflächen und hölzerne Pfosten-Riegel-Fassaden prägen das Bild. Thermowände mit integrierter Dämmung bilden die Außenhülle des Gebäudes. Ihre Oberflächen wurden zu Sichtbeton veredelt und das Fugenbild ist auf die Gebäudezonierung abgestimmt.

Nachhaltige Komponenten
Frische Luft erhält das Gebäude über vier Lüftungsgeräte mit Wärmerückgewinnung, von denen zwei mit einem Erdwärmetauscher kombiniert sind. Die Warmwasserbereitung erfolgt dezentral über elektrisch beheizte Durchlauferhitzer. Und auf dem Flachdach ist die Installation einer Photovoltaikanlage vorbereitet.

Die Temperierung der Büroräume erfolgt über 28 cm starke Green Code Klimadecken. Rohr­register zum Heizen und Kühlen sind oberflächennah in der gesamten Decke verlegt und aktivieren somit die größte Fläche im Raum, die weder verstellt, noch durch einen Fußbodenbelag gedämmt ist. Die Belegungsdichte ist durchgängig hoch und wurde In Räumen mit verstärktem Kühlbedarf durch Sonneneinstrahlung sogar noch verbessert. Aufgrund dieser Faktoren genügen für den effektiven Betrieb bereits geringe Übertemperaturen, so dass die Rohrleitungen per Wärmebild nicht mehr ortbar sind. Das macht die Klimadecke besonders effizient in Kombination mit einer Wärmepumpe und regenerativer Energiegewinnung.

Diese Kombination ist hier noch um eine Komponente erweitert: Die Sole-Wasser-Wärmepumpe zur Versorgung der Klimadecken speist sich aus ­einer Tiefenbohrung, die im Sommer kaltes Wasser für den Kühlbetrieb und im Winter relativ warmes Wasser zum Heizen zur Verfügung stellt.

Die Kühlung der Räume ist für das Softwareunternehmen besonders wichtig, denn Computer produzieren viel Abwärme, die im Sommer zusätzlich abgeführt werden muss. Dabei macht sich die Tiefenbohrung bezahlt: Das Wasser ist bereits so kalt, dass zur Kühlung nur die Energiekosten für den Betrieb der Umwälzpumpen anfallen.

Die Firma Maintech nutzt die gleichmäßige Temperierung der Klimadecken und die Pufferwirkung der Betonmasse, um die Temperatur das ganze Jahr über konstant zu halten. Den hauseigenen Messwerten zufolge schwankt die Temperatur über den gesamten Sommer oder Winter um maximal 1 °C. Dabei liegt die Raumtemperatur im Sommer sogar etwas niedriger als im Winter, um die direkte Sonneneinstrahlung auszugleichen. Eine Einzelraumregelung ist für die Nutzung des Gebäudes nicht erforderlich. Die exakte Berechnung und Justierung der hydraulischen Druckverhältnisse in den einzelnen Kreisläufen gewährleistet eine gleichmäßige Temperaturverteilung.

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Bauelemente:
Green Code Thermowand: 560 m²
41,5 cm stark | U-Wert: 0,23
Doppelwand: 150 m²
Green Code Klimadecke: 960 m²

Atelier Fischer Architekten GmbH

Atelier Fischer Architekten GmbH
97076 Würzburg
www.atelier-fischer.com
Prof. Wolfgang Fischer

Benedikt Nagel

»Es war unsere Vorstellung, für die Bauherren eine kreative und konzentrierte Arbeitsumgebung zu schaffen. Räumlich spiegelt sich dieser Gedanke in einem zentral organisierten Grundriss. Die Mitte des Hauses ist der Treffpunkt für Mitarbeiter und Kunden. Das Atrium ist gegliedert in einen zentralen Raum mit Treppe und Luftraum sowie einen zweigeschossigen grünen Innenhof. Die ruhigeren Raumzonen mit Büros und Werkstätten gruppieren sich um diese Mitte. Das bestimmende Material ist Sicht­beton, ergänzt durch einen heißgeölten Eichenboden. Flexible Trockenbauwände lassen dem Nutzer Freiraum für Veränderungen.«
(Prof. Wolfgang Fischer und Benedikt Nagel)

〉  Fotos: Dieter Leistner, Würzburg
New Golf House 1

New Golf House | Clubhaus des New Golf Club | Neu-Ulm

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Konzentration aufs Wesentliche

Betonfertigteile reduzieren die Bauzeit auf neun Monate

Das neue Clubhaus des New Golf Club Neu-Ulm ersetzt das in die Jahre gekommene alte Vereinsgebäude. Mit seiner geradlinigen Silhouette und der reduzierten Hülle aus Sichtbeton bildet der Neubau eine Art neutrale Leinwand für die davorliegende Driving Range. Vor dem mattgrauen Hintergrund können sich die Spieler ganz auf den nächsten Schlag fokussieren.

Beton und Glas geben der Außenhülle ihr ruhiges, puristisches Aussehen. Faszinierend ist die unterschiedliche Wirkung der Sichtbetonfassade: Je nach Lichteinfall erscheint sie weich oder hart, kühl und geschlossen oder warm und einladend. Im Innenraum erzeugen Holzfuß­böden und Holz­einbauten sowie Polster- und Ledermöbel eine warme Atmosphäre. Einen farbigen Akzent setzt die Empfangs­theke mit blau lackierter Oberfläche. Im gesamten Clubhaus finden sich immer wieder Aufenthalts- und Rückzugsbereiche, die zum Verweilen, Ausruhen und Plaudern oder auch zum Zuschauen beim Golfbetrieb einladen.

Integrale Planung und kurze Bauzeit
Das neue Clubhaus erfreut sich bereits großer Beliebtheit und hat regen Zulauf. Damit die Eröffnung Ende Juni termingerecht stattfinden konnte, musste ein straffer Zeitplan eingehalten werden. Die extrem kurze Bauzeit von lediglich neun Monaten (Oktober 2016 bis Juni 2017) war nur unter Verwendung vieler Betonfertigteile im Rohbau möglich. So kamen unter anderem kerngedämmte Green Code Thermo­wände, Doppelwände und Fertigteildecken zum Einsatz.

Ein integrales Planungskonzept machte es möglich, dass keinerlei Aufputz-Installationen zu sehen sind. Solch ein Konzept setzt voraus, dass sich Architekten und die beteiligten Fachplaner zu einem sehr frühen Zeitpunkt verständigen und kontinuierlich koordinieren. So konnten zum Beispiel die Elektro-, Zu- und Abwasserinstallationen bereits bei der Vorfertigung in den Wänden und Decken integriert werden.

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Bauelemente:
Green Code Thermowand: 845 m²
40 cm stark | U-Wert: 0,23

Doppelwand: 215 m²
Fertigteildecke: 315 m²

Adrian Hochstrasser

hochstrasser.architekten bda dwb
89073 Ulm
www.hochstrasser.com
Adrian Hochstrasser

»Das neue Clubhaus ist ein angemessener Ort mit einer Architektur, die das Golfspielen in den Mittelpunkt rückt – bei wirtschaftlicher Bauweise. Es gibt eine klare Trennung zwischen funktionalem Bereich und Aufenthaltsbereich. Dazwischen liegt eine Erschließungsfuge mit gelenktem Blick auf die Driving Range. Eigentlich ein Durchgang, der aber doch gleichzeitig Schutz- und Kommunikationsbereich ist. Das Clubhaus ist ein Haus, das den Golfsport einem breiteren Publikum zugänglich macht und ganzjähriges Spielen ermöglicht. Dies alles wurde mit schlankem Budget und in knapper Bauzeit umgesetzt. Die Green Code Thermowand und der hohe Vorfertigungsgrad haben dies perfekt ermöglicht.«
(Adrian Hochstrasser)

〉  Fotos: Conné van d´Grachten, Ulm
agroDienste Büro 4

agroDienste: Bürogebäude | Aichstetten

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Die Evolution eines Entwurfs

Wenn der Bauherr Bauingenieur ist

Der ursprüngliche Entwurf sah ein Erdgeschoss mit Sichtbeton vor, auf dem das Obergeschoss in Holzrahmenbauweise errichtet wird. Zur Temperierung der Büroräume war eine Fußbodenheizung geplant. Im Verlauf der Ausführungsplanung, in die der Bauherr sein Fachwissen als Bauingenieur einbrachte, durchlief der Entwurf jedoch noch einige Veränderungen.

Statt der Holzrahmenbauweise entschied man sich für eine vollständige Ausführung beider Geschosse mit Betonfertigteilen, was den Bauablauf vereinfacht und die Bauzeit verkürzt. Bei der gemeinsamen Planung mit Concrete Rudolph wurde der Bauherr dann erstmals mit der Möglichkeit einer Klimadecke konfrontiert. Viel Überzeugungsarbeit war bei seinem Fachwissen nicht notwendig, denn die Vorteile sprechen für sich selbst: Heizung und Kühlung in einem System, die Möglichkeit der Akustik-Optimierung sowie minimale Konvektion und Staubaufwirbelung durch einen hohen Anteil an Wärmestrahlung. Auch das energetische Gesamtkonzept ist stimmig: Die große aktive Heizfläche und oberflächennahe Register ermöglichen niedrige Vorlauftemperaturen. Diese wiederum lassen eine Wärmepumpe in einem extrem wirtschaftlichen Bereich arbeiten. Durch den Einsatz der Akustik-Klimadecken konnte außerdem der Fußbodenaufbau reduziert werden. Der Nadelvlies-Teppich wurde direkt auf den geglätteten und gespachtelten Ortbeton verlegt.

Brüstung – Attika – Jalousiekasten
Die Brüstung der Dachterrasse wird durch eine nach oben verlängerte Außenschale der Thermowand gebildet – im Grunde wie eine hohe Attika. Eine verlängerte Außenschale nach unten verdeckt die elektrischen Jalousiekästen. So bleibt von außen nur der Blick auf eine ungestörte Fassadenfläche mit präzisem Fugenbild. An der Innenseite der Jalousiekästen halten hocheffektive Dämm-Materialien trotz geringer Schichtstärke den Dämmstandard. Eine von vielen ausgereiften Detaillösungen aus unserer Entwicklung, die standardisiert unter industriellen Produktionsbedingungen realisiert werden.

Auskragung mit Betonoptik
Die Betonfassade ist hydrophobiert und innen wie außen deckend gestrichen – ohne zusätzlichen Putz oder Spachtel. So bleiben Textur und  Charakter des Betons erhalten. Das Obergeschoss kragt zu zwei Seiten aus und erweckt durch die erhöhte Deckenstärke dieser Bereiche den Eindruck, dass die beiden Kuben ineinandergreifen. Der Farbkontrast der beiden Baukörper betont diese Verschränkung. In die Deckenelemente der Auskragung wurde die Dämmschicht bereits bei der Vorfertigung integriert. Das ermöglicht eine durchgängige Beton-Optik bis über die Untersicht der Auskragung.

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Bauelemente:
Green Code Thermowand: 186 m²
Doppelwand: 72 m²
Massivwand: 30 m²
Green Code Klimadecke:
94 m²
Green Code Akustik-Klimadecke: 27 m²
Green Code gedämmte Deckenplatte:
23 m²

Julian Häfele

Bau Info Zentrum BW
88410 Bad Wurzach
www.bau-iz.de
Julian Häfele

»Das Leistungsspektrum des Bau Info Zentrum BW umfasst Konzeption, Projektvorbereitung, Kostenmanagement und Projektleitung. Bei diesem Bauvorhaben oblag uns die Gesamtplanung eines Grundstücks mit Parkplätzen, einer eingeschossigen Lagerhalle und einem zweigeschossigen Bürogebäude mit rund 150 Quadratmetern Nutzfläche. Vorgabe des Bauherren für das Bürogebäude waren zwei ineinander verschränkte Kuben, die sich optisch voneinander abheben. Farblich abgesetzte Fassaden kontrastieren das Erdgeschoss mit dem auskragenden Obergeschoss und werden durch anthrazitfarbene Fenster ergänzt.«
(Julian Häfele)

〉  Fotos: Conné van d´Grachten, Ulm
GC Schäfer 3

Schäfer: Produktions- und Lagerhalle | Markdorf

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Auffallend zurückhaltend

Ein prägnanter Akzent im Industriegebiet

860 m² Thermowand auf zwei Geschossen. Im Markdorfer Industriegebiet entstand eine Produktions- und Lagerhalle mit Büro, die in diesem Umfeld durch ihre konsequente Gestaltung und ihre wertige Erscheinung auffällt. Architekt und Bauherr schätzen die kurze, vierwöchige Bauzeit mit den vorgefertigten Thermowänden und die hochwertige Oberfläche der Bauteile. Die Außenfassade ist mit einer durchscheinenden Lasur versiegelt. Aber natürlich war auch die Kostenreduktion durch das Bündeln mehrerer Gewerke in unserer Produktionsanlage ein starkes Argument.

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Bauelemente:
Green Code Thermowand: 860 m²

Architekt Wolfgang Kohler

Architekturbüro Wolfgang Kohler
Freier Architekt
88069 Tettnang

»Bestechende Eleganz durch Klarheit in Form und Material.«
(Wolfgang Kohler)

〉  Fotos: F. Nonnenbroich
Matrize Lechner 1

Lechner: Produktionshalle | Laas | Italien

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Industriebau mit Charakter

Oberflächengestaltung durch Matrizen

Familie Lechner erzeugt Sauerkraut bereits in der dritten Generation. Ihre Verbundenheit mit dem Produkt bringt sie jetzt sogar an den Wänden ihrer neuen Produktionshalle zum Ausdruck: Die Struktur der Sichtbeton-Fassade ist dem Querschnitt eines Kohlkopfs nachempfunden.

Mit Matrizen lassen sich Beton-Fassaden besonders detailliert gestalten. Von der gewünschten Struktur wird ein Negativabdruck gefertigt, der sich beim Schalungsprozess in der Oberfläche abformt. Die besten Ergebnisse erzielt die liegende Fertigteil-Produktion: Mehrfache Verdichtung sichert eine hohe Oberflächengüte und selbst feinste Texturen formen sich präzise im Beton ab – vom stilisierten Kohlkopf bis zu Mustern, Fotogravuren und plastischen Bildern.

Durch den Einsatz von Matrizen lassen sich mit Beton auch andere Baustoffe nachbilden: Putz, Steinstrukturen, Mauerwerke mit vor- und zurückspringenden Elementen sowie Holztexturen sind nur einige Beispiele. Die Wirkung der Vorbilder wird eindrucksvoll eingefangen und kann mit Farbe weiter intensiviert werden. Auf diese Weise verbindet sich die Ästhetik dieser Materialien mit den Vorzügen der Thermowand und dem schnellen Bauablauf durch Fertigteile.

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Bauelemente:
Green Code Thermowand: 1.700 m² | 40 cm stark | U-Wert 0,26
Doppelwand : 350 m²

Architekten Marx Ladurner

Architekten Marx | Ladurner 
39028 Schlanders (BZ)
Südtirol | Italien

www.marx-ladurner.com
Dr. arch. Elke Ladurner
Dr. arch. Stephan Marx

„Unser Entwurf schafft eine Beziehung zwischen dem Gebäude und dem Produkt, das darin verarbeitet wird: Wie bei der Krautproduktion der Krautkopf in Streifen geschnitten wird, so zerteilen Glasstreifen den Baukörper. Darüber hinaus inspirierte die Sauerkrautproduktion die Gestaltung der Sichtbeton-Fassade. Mit individuell gefertigten Strukturmatrizen wurde der Querschnitt eines Krautkopfes samt feinen Fasern auf den Außenwänden abgeformt. Dieses Motiv projiziert das Geschehen innerhalb der Produktionshalle nach außen und verbindet Funktion und Ästhetik.“
(Elke Ladurner)

〉  Fotos: Jürgen Eheim
Ehingen Volksbank 1

Volksbank | Ehingen

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Großflächige Akustik-Klimadecke

Geringe Aufbauhöhe – hohe Spannweite ohne Unterzüge

Um in den Büros der Ehinger Volksbank ein angenehmes und produktives Arbeitsklima zu erreichen, entschied man sich für die akustisch optimierte Klimadecke. Sie hält die Räume ganzjährig auf Wohnfühl-Temperatur und reduziert den Hall mit Reapor-Schallabsorbern.

Da die Decke ohne Unterzüge auskommen sollte, wurde sie mit zusätzlichen Querrippen stabilisiert. So erreicht sie unterstützungsfreie Spannweiten bis zu 7,5 Meter. Bei der Vorfertigung wurden Heiz- und Kühlregister, Dämmkörper, Lüftung, Elektrik und Schallabsorber in die Decke integriert. Trotzdem beträgt ihre  Gesamtstärke gerade einmal 35 cm. Eine Ortbeton-Konstruktion mit abgehängter  Decke hätte bei gleichem Funktionsumfang nahezu die doppelte Aufbauhöhe.

Eine Klimaanlage ist nicht nötig: Die Rohrregister heizen und kühlen je nach Bedarf. Sie sind in Zonen eingeteilt und jeder Raum ist separat regulierbar. Der oberflächennahe Einbau mit darüberliegender Dämmschicht sorgt dafür, dass die Wärme effizient nach unten in den Raum abgegeben wird. Der hohe Anteil an Strahlungswärme beheizt die Räume gleichmäßig und mit äußerst geringer Konvektion.

In die Deckenunterseite sind flächenbündig Reapor-Körper integriert, die einen genau berechneten Anteil des eintreffenden Schalls absorbieren. Das reduziert den Hall im Raum und schafft bessere Kommunikations- und Arbeitsbedingungen. Die Heiz- und Kühlleistung wird dadurch nicht beeinträchtigt. Um eine einheitlich weiße  Deckenoberfläche zu ermöglichen, wurde eigens ein schalldurchläs­siger Akustikspachtel entwickelt, der die Funktion der ­Reapor-Körper nicht beeinträchtigt.

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Bauelemente:
Green Code Thermowand: 430 m² | 40 cm stark | U-Wert 0,31 – 0,46
Green Code Klimadecke mit Akustikelementen: 2.100 m²
Doppelwand: 100 m²

Braunger Wörtz Architekten GmbH
89081 Ulm
www.bw-architekten.com
Marcus Wörtz | Berthold Braunger | Stefan Guter | Christian Schönleber
Steffen Moik | Florian Schorer | Wolfgang May | Natalie Otto | Julia Wirth
Dominik Eberhardt | Andrea Braunger | Petra Spegel | Karin Schmid | Simon Müller

„Das neue Gebäude akzentuiert den Stadteingang und setzt sich durch seine Abstaffelung maßstäblich und selbstbewusst in den Kontext zur Altstadt und  Bahntrasse. Das Außenraumkonzept verbindet die bestehenden Grünanlagen und führt sie bis ins innenliegende Atrium fort. Dieses Atrium und die großzügige  Verglasung vernetzen den Außen- mit dem Innenbereich und schaffen so helle Räume mit angenehmer Arbeitsatmosphäre. Wir haben uns für die Green Code Klima- und Akustikdecke entschieden, weil sie trotz integrierter Technik eine geringe Deckenstärke aufweist. Auf die intensive Planung mit Concrete Rudolph folgte eine kurze Ausführungsphase. Das Unternehmen war immer erreichbar und hat schnell auf Fragen und aufkommende Probleme reagiert.“
(Braunger Wörtz Architekten GmbH)

〉  Fotos: Peters Fotodesign, Amerang
01 Collomix HQ

Collomix Firmenzentrale | Gaimersheim

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〉  Fotos: Rolf Heidenreich, Darmstadt